|
FCI-Standard Nr. 269 Urspung mittlerer Osten langhaarig oder befedert Wiederisthöhe: 58 bis 71cm
|
Der Saluki gilt seit dem Fund der Scherbe, als die älteste zu identifizierende Hunderasse der Welt. Dieser Hund ist auf Grund seines Körperbaues eindeutig den Windhunden zuzuordnen. Viele tausend Jahre vor Erfindung von weit reichenden Waffen, waren diese nach Wild hetzenden Hunde, die sich regional in verschiedene Schläge aufspalteten, oftmals die einzigen Fleischversorger für die nomadisierenden Familienclans in den unendlichen Weiten der Wüstenebenen Nordafrikas und Arabiens und in den Steppengebieten Vorderasiens, Afghanistans und Pakistans. Sie waren und sind noch heute, wertvoller und wohlbehüteter Besitz der Familienoberhäupter. Im arabischen Sprachraum und bei vielen Turkvölkern werden diese Hunde oft als Tazis, „Jägerhunde,“ bezeichnet. In den nördlichen und südlichen Zonen der Sahara haben sich zwei glatthaarige und hängeohrige Rassen den heißen, trockenen und kargen Umweltbedingungen am besten angepasst, der Sloughi nördlich der Sahara und der Azawakh weiter südlich. Von Arabien bis Iran, dem früheren Persischen Großreich, dominiert der Saluki als Jagdbegleiter. Der Saluki ist länger behaart und besonders an den Hängeohren und an der Rute „befedert,“ wie man fachlich korrekt diese Behaarung bezeichnet. Außerdem besitzt der ursprüngliche Typ eine Behaarung zwischen den einzelnen Zehen und an den Ballen, die ihn befähigen auch über heißen Sand, oder Geröll zu laufen. Der Saluki wurde während der langen Tagesmärsche oftmals auf den Kamelen der Jäger mitgeführt und war abgerichtet auch mit dem Jagdfalken zusammen zu arbeiten. Während der Falke hoch oben in der Luft das Wild aufspürte, die Richtung vorgab und das größere Wild an der Flucht behinderte, wurde der Tazi erst bei Sichtkontakt auf das Wild angesetzt.
Quelle: K.-H. Raboldt, Wikipedia