Windhundsportverein Berlin-Brandenburg e.V.
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Bilder und Sport
Afghane Die Afghanischen Windhunde zeichnen sich besonders durch ihre Geländegängigkeit aus Vom Wesen her sind sie überwiegend sehr mutig und handeln oft sehr selbständig. Auch das gestrenge Machtwort des Besitzers zählt manchmal nicht sehr viel. Afghanen sind Langstreckenläufer und daher nicht so schnell wie einige andere Rassen. Auf den Rennbahnen kann man das sehr gut messen. Leider driftet die Rasse in den letzten Jahren immer weiter auseinander, was das Aussehen und die Leistungsfähigkeit betrifft. Bei den sogenannten „Showafghanen“ ist die Hetzleidenschaft fast weggezüchtet. Auch deren überlangen Hälse, extremen Hinterhandwinkelungen und das überlange Fell sorgen dafür, dass diese Afghanen kaum noch sportliche Leistungen erbringen können, oder dürfen. Andererseits werden die „Rennafghanen“ komischerweise immer schneller. Woran mag das liegen? Ich wage mal die These, dass die Afghanenzüchter beider Lager hier den natürlichen Habitus dieser Rasse ihrem jeweiligen menschlichen Anspruch und ihrem Ego geopfert haben. Um diese Leistungsunterschiede wenigstens etwas zu kompensieren, gibt es bei dieser Rasse seit einiger Zeit eine A-Klasse und eine BKlasse(siehe Reglement). Afghanen aus sportlich orientierten Zuchten können sowohl bei Rennen, wie auch bei Coursings problemlos eingesetzt werden. Es gibt kaum Verletzungsprobleme. Azawakh Die Azawakhs sind die Windhunde der südlichen Sahelzone, Burkina Faso, Mali, Tschad und Niger. Hauptsächlich von den Beduinen werden sie noch heute für die Jagd nach Gazellen und anderem Getier eingesetzt. Ihr Wesen ist Fremden gegenüber sehr reserviert und sie lassen sich kaum berühren. Ihren Herrchen gegenüber sind sie aber sehr anschmiegsam. Die Azawakhs haben ein sehr ästhetisches und angenehmes Äußeres. Ihr Körperbau ist fast quadratisch anzuschauen, also ungefähr gleich hoch wie lang. Obwohl sie in Europa schon seit einigen Jahren gezüchtet werden, ist die Gesamtpopulation nicht sehr groß. Daher ist es oftmals sehr schwierig geeignete Laufpartner zu finden. Auch sie sind Langstreckenläufer und können sowohl bei Rennen, wie auch bei Coursings eingesetzt werden. Barsoi Die Barsois, oder auch „Russische Windhunde“, sind eine in Europa alteingeführte Windhundrasse. Sie gelten deshalb neben den Greyhounds als eine der „Kassischen Windhundrassen“. Barsois haben ein langes, seidiges und gewelltes, manchmal auch gelocktes Fell. Als besonders attraktiv gelten Farbvarianten wie Weiß mit hellbraunen bis rötlich braunen Platten. 1892 wurde der „Barsoi-Club zu Berlin“ gegründet. Bereits seit seiner Gründung sind Barsoi-Rennen dokumentiert, wie beispielsweise auf der Pferderennbahn in Berlin-Karlshorst. Barsois haben ein ruhiges, ausgeglichenes Wesen und verhalten sich, wie eigentlich alle Windhundrassen, ihren Herrchen gegenüber sehr liebevoll. Die Barsois wurden in Russland zur Wolfsjagd verwendet. Das merkt man auch heute noch. Das kleine, künstliche Hetzobjekt wird häufig als nicht würdig genug empfunden, ihm nach zu hetzen. Oft hatte ich den Eindruck, der Barsoi läuft auf der Rennbahn nur, um seinem Herrchen oder Frauchen einen Gefallen zu tun. Ein Barsoi ist auch in der Lage mit einem größeren Stück Wild fertig zu werden. Deshalb ist in der freien Natur Vorsicht geboten! Barsois können Rennen und Cousins laufen, wobei Coursings ihrem Naturell eher entsprechen. Chart Polski Eine in Deutschland noch recht seltene Rasse. Der Chart Polski ist dem Barsoi sehr ähnlich. Es gibt lediglich einige Unterschiede im Körperbau und die Behaarung ist kürzer. Ansonsten gilt für den Chart Polski das Gleiche wie für den Barsoi. Deerhound Der Deerhound wird in Deutschland auch als „Schottischer Hirschhund“ bezeichnet. Diese Bezeichnung sagt eigentlich schon alles. Früher für die Hetzjagd auf Hirsche oder Rehe eingesetzt, ist der Deerhound ein schlanker, robuster Jäger. Noch etwas größer als ein Barsoi bringt ein großer Rüde schon mal 45 kg auf die Waage. Seine Behaarung macht einen sehr wetterfesten Eindruck. Ist sie auch. Die Färbung reicht von anthrazit über blaugrau, grau und hellgrau bis hin zu braungrauen Tönen. Der Deerhound hat ein ruhiges und ausgeglichenes Wesen. Noch gibt es ihn nicht so oft in Deutschland. Daher fehlen meistens für Rennen die Laufpartner. Nur bei größeren Titelrennen sind Deerhounds auf der Rennbahn als repräsentative Gruppe zu sehen. Bei Coursings sind sie dagegen öfter anzutreffen. Wie bei den Barsois ist auch bei dieser Rasse die simulierte Hetzjagd in freier Natur, also bei Coursings, die bessere Wahl, um den natürlichen Hetztrieb ausleben zu können. Ernsthafte Verletzungen sind mir bisher nicht bekannt. Galgo Español Die als „Galgos“ bezeichneten Spanischen Windhunde sehen dem Greyhound sehr ähnlich. Oft ist auch kaum noch ein nennenswerter Unterschied festzustellen. Vielfach wird vermutet, dass bereits einiges Greyhoundblut in den Adern von so manchen Galgos fließt. Galgos haben normalerweise einen schlankeren Körperbau als Greyhounds. Sie haben eine flachere Brust, einen geraderen Rücken, schmalere Köpfe und eine längere Rute. Es gibt glatthaarige und rauhaarige Varianten. In Spanien laufen die Galgos bei professionellen Rennen im Wettbetrieb. Sie werden aber auch noch auf dem Lande zur Jagd eingesetzt, sagt man, obwohl Hetzjagden auch in Spanien verboten sind. In Deutschland baut sich gerade eine kleine Zuchtbasis von einigen Liebhabern dieser Rasse auf, die ihre Hunde überwiegend aus spanischen Tierheimen haben, die dann regelmäßig wieder mit ausgesonderten Hunden von den Rennbahnen aufgefüllt werden. Galgos können sowohl auf der Rennbahn, aber auch bei Coursings eingesetzt werden, da sie leichter und nicht ganz so schnell sind wie Greyhounds. Für Bahnrennen gilt auch für diese Rasse, dass es sehr schwierig ist genügend geeignete Laufpartner mit einer Rennlizenz zu finden. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahlen an Rennen und Coursings können keine gesicherten Angaben über eine Verletzungsanfälligkeit gemacht werden. Greyhound Der Greyhound hat neben dem Barsoi in Europa wohl den größten Bekanntheitsgrad und gilt daher zu Recht als Der „Klassische Windhund“. Der Greyhound ist unter den Windhunden die „Formel 1“. Es gibt für die rennbegeisterten Zuschauer kaum einen spannenderen Anblick, als wenn sechs Greyhounds Kopf an Kopf kämpfend über die Rennbahn donnern. Greyhounds können auf der Rennbahn Geschwindigkeiten von über 70 km/h erreichen und sie sind nach den Geparden die schnellsten Säugetiere der Erde. Greyhounds sind in der Regel reine Sprinter. Da es im Profisport in England, Irland und in den USA aber auch beispielsweise 900m- Rennen gibt, werden einige Hunde auch dementsprechend trainiert und gezüchtet. Ferner gibt es in England und Irland auch eine spezielle„Coursingklasse“. Leider driftet auch bei dieser Rasse der Habitus mittlerweile weit auseinander. Obwohl es wie bei jeder Hunderasse einen „Rassestandard“ gibt, ist dieser eben auch sehr auslegungsfähig. Lange Hälse, eine viel zu tiefe Brust und extreme Hinterhandwinkelungen kennzeichnen auch bei den Greyhounds die „Showzuchten“, die sich an dem momentanen Geschmack der Richter orientieren. Diese Greyhounds sind nach meiner Beobachtung dadurch nicht mehr in der Lage, sich während des schnellen Laufes so zu strecken, dass es zu einem geschmeidigen, wellenförmigen und raumgreifenden Laufwerk mit hoher Schrittfrequenz kommen kann, die ihnen ihre enormen Geschwindigkeiten ermöglichen. Ferner ist diesen Greyhounds ihr Hetztrieb oftmals schon so weit weggezüchtet, dass sie weder für Rennen, noch für Coursings geeignet sind. Greyhounds sind sehr sanfte und liebebedürftige Hunde, die einen gewissen Luxus durchaus zu schätzen wissen. Greyhounds sind aufgrund ihrer Größe, ihres Gewichtes und ihrer Geschwindigkeiten die verletzungsanfälligsten Hunde aller Windhundrassen. Eine gute Vorbereitung der Hunde wie im Kapitel „Trainingsinfo“ beschrieben, ist deshalb besonders wichtig. Auch sollten die Besitzer/Trainer unbedingt die Qualität der Rennbahn beachten. Weil es in Deutschland kaum Coursing- Greyhounds gibt und auch greyhoundgeeignete Coursing-Gelände sehr rar sind, empfehle ich momentan die Rennbahn, vorzugsweise eine Sandbahn. Irish Wolfhound Der Irish Wolfhound ist die größte Hunderasse der Welt, größer und schwerer als die deutsche Dogge. Rüden können eine Widerristhöhe von über 90 cm erreichen und über 60 kg schwer werden. Die Irish Wolfhounds werden auch als „sanfte Riesen“ bezeichnet, was über ihr Wesen schon fast alles aussagt. Der Laufstil der Irish Wolfhounds wirkt recht träge und täuscht darüber hinweg, dass die Hunde auch rund 40 km/h erreichen können. Nur wenige Irish Wolfhounds habe ich bisher auf Rennbahnen laufen sehen und oft bleiben sie ohne ersichtlichen Grund einfach stehen. Die kleinen, künstlichen Hetzobjekte interessieren die Hunde nur selten. Wahrscheinlich sind diese für ihre Ansprüche zu unwürdig. Die Hatz auf einem naturbelassenen Coursinggelände kommt den Irish Wolfhounds sicherlich mehr entgegen als die auf einer Rennbahn. Italienisches Windspiel Die Italienischen Windspiele sind eine der kleinsten Hunderassen. Gemäß Standard sollten sie nicht größer als 38 cm Widerristhöhe sein. Sie sind immer vergnügt, interessiert, temperamentvoll und stets in Bewegung. Sie lieben aber auch die menschliche Nähe und Wärme. Die Windspiele wurden früher für die Jagd auf Wachteln, Waldhühner und Kaninchen eingesetzt. Ihre Erscheinung wird oft mit unserem preussischen König Friedrich II. In Verbindung gebracht, der mehrere Windspiele besessen hat, die in etwa so ausgesehen haben wie die heutigen Italienischen Windspiele. Die Italienischen Windspiele haben auch keine große Populationsdichte und so kommt es nur selten zu einer größeren Konkurrenz. Windspielbesitzer sollten sich unbedingt vorher über den Coursingparcour oder die Beschaffenheit der Rennbahn informieren. Nach meinen Beobachtungen ist die Hasenschärfe sehr unterschiedlich einzuschätzen. Einige Windspiele können kaum vom Hetzobjekt ablassen, andere wiederum interessieren sich überhaupt nicht dafür.
Deerhound
Whippet
Podenco Ibicenco
Irish Wolfhound
Azawakh
Barsoi
Afghane
Whippet
Saluki
Sloughi
Basenji
Italienisches Windspiel